Facebook Roundup März 2012

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Der März 2012. Anders als der März 2011 (weniger Tsunami, Atom und Verteidigungsminister, mehr neue Bundespräsidenten), aber trotzdem ein März. Der Monat, mit den meisten »ä«, viel Neil deGrasse Tyson, 44 ›interessanten‹ Likes für piige Ziffern und alle 1,8 Tage ein Posting. Auf Facebook.
Die physikBlog-Autoren besuchten einige Frühlingskonferenzen und suchten in verschiedenen Hörsälen Deutschlands vergeblich nach Stromanschlüssen. Vielleicht hätte es sonst hier mehr Einträge gegeben. Vielleicht.

  • 7. März: Eine Videoillustration zu Neil deGrasse-Tysons Antwort auf die Frage: »What is the most astounding fact in the universe?« Video
  • 7. März: Wir erfanden ein physikBlog-Gründungsfoto für die Facebook-Timeline und stellten fest, dass sich in sechs Jahren durchaus etwas ändert. Foto.
  • 8. März: Gerade gibt’s eine Sonneneruption der Kategorie »helikale Elefantenbabies«. Oder in wissenschaftlich: X5,4. Was das heißt, erklärt eine Spezialeinsatztuppe der NASA. (Und Florian.) Video
  • 11. März: Angry Birds. Dieses Smartphone-Spiel, bei dem man komische Vögel auf komische Schweine in komischen Konstrukten schießt. Demnächst gibt es davon auch eine Space-Version die in diesem Video von Don Pettit auf der ISS beworben wird. Werbung from Outer Space! Video
  • 12. März: Neil deGrasse Tyson spricht vor dem Senate Science Comittee über die Chancen, die man sich mit der Kürzung des NASA-Budgets verspielt. Wie einer der wenigen, anwesenden Senatoren (4 von 25 waren da…) feststellt, werden damit vermutlich auch bei euch offene Türen eingerannt – aber das macht es ja nicht weniger interessant. Außerdem: Tyson geht immer.
    (Er spricht übrigens keine 25 Minuten. Nach ca. 6 beginnt eine Fragerunde. Die ersten 40 Sekunden des Clips könnt ihr vorspulen.) Video
  • 14. März: Fröhlichen Pi-Tag alle miteinander!
    Zur Feier des Tages, hier die ersten 200 Nachkommstellen:
    3,14159265358979323846264338327950288419716939937510582097494459230
    7816406286208998628034825342117067982148086513282306647093844609550
    58223172535940812848111745028410270193852110555964462294895493038196
  • 15. März: Wie sich der Mond bildete und wieso er heute so aussieht, wie er aussieht. Video
  • 15. März: Das physikBlog wird nächste Woche die DPG-Tagung in Mainz besuchen. Jemand von euch ebenfalls? Meetup? Nachtrag: Wir brauchen mehr Hadronenphysiker in der Facebook-Leserschaft – niemand wollte ein Treffen!
  • 16. März: Einmal mit den Booster-Raketen des Space Shuttles an den Rand des Weltraums und zurück? Video
  • 16. März: Die Zeichen stehen immer schlechter für überlichtschnelle Neutrinos. Das ICARUS-Experiment, quasi ein Nachbar von OPERA, hat Neutrinos geschwindigkeitsgemessen – und keine Besonderheiten (wie Überlichtschnelligkeit, Grünheit oder andere Primzahleigenschaften) festgestellt. Link. Nachtrag: Mittlerweile sind die beiden Frontpersonen des OPERA-Experiments zurückgetreten, unter denen die Überlichtmessung nach außen ging. Seltsame, wirtschaflich-eske Verhältnisse, da.
  • 19. März: Ein schöner kleiner Vortrag von Adam Savage bei TEDEducation über das Wesen eines Forschers und das es eigentlich in uns allen steckt. Mit drei Beispielen zeigt er, dass wir nur aufmerksam genug unsere Umwelt beobachten und hinterfragen müssen um spannendes herauszufinden. Video
  • 20. März: ISS und Sterne. Hatten wir ja auch lange nicht mehr – und geht schließlich immer. Video
  • 27. März: Einmal bis zum Rand unseres Sonnensystems scrollen. Link
  • 28. März: Albert Einstein als »General Relativity« zum Ausdrucken, An-die-Bürotür-hängen und Ins-Physikbuch-Kleben. Link
  • 29. März: Ein kurzes aber umso schöneres Beispiel im US-Blog »Bad Astronomy«, das zeigt, warum es wichtig ist, in Grundlagenforschung zu investieren. Tatsächlich hat man mit NASA-Raketentechnologie die Effizienz für Feuerwehrspritzen verbessern können. Link
  • 30. März: So sieht es aus, wenn ein Raumfahrtprogramm auseinander gebaut wird. Bitte nicht weinen. Link

Enthüllungen zu Affen, Monden und 1. Aprillen

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Die Meldung der chinesischen Mondlandung war Quatsch. Genauso wie der Hoax von der Mondladung Quatsch ist. You know?

Ihr werdet es euch gedacht haben, schließlich seid ihr nicht nur die hübschesten, nein, auch die intelligentesten Leser, die sich ein Blog wünschen könnte. Gestern sind die Chinesen leider nicht mit einem Affen auf dem Mond gelandet. Es war nämlich der 1. April und in guter pB-Tradition haben wir uns wieder Quatsch ausgedacht. Diesmal sogar in Zusammenarbeit mit Florian, der auch eine Rolle in unserem kleinen Theaterstück hatte.

Wir wählten bewusst einen Aprilscherz, der zumindest auf den ersten Blick, irgendwann in naher Zukunft, so etwas wie wahr sein könnte. Und nicht so an den Haaren herbeigezogen, wie etwa der der BBC.
Die sowieso schon geheimnisvolle chinesische Regierung bietet sich für derlei Spökes wunderbar an. Insbesondere, weil China tatsächlich ein aktives Raumfahrtprogramm1 samt Mondplänen hat.
Raumfahrt. China. Geheimnisvoll. Abgefahren. Herausgekommen ist ein Affe im Weltall und auf dem Mond.

Natürlich würde eine reine Textmeldung zum April von unserem Aufsichtsrat sofort abgeschmettert, mit Bezug auf die 1947 in Tolouse festgelegten Ansprüchen für ausreichend bekloppte und ausgearbeitete Aprilscherze (Addendum III) – Bilder müssen also her. Die startende Rakete ist eine japanische Variante, die vielleicht nicht so bekannt ist wie die amerikanischen, europäischen oder russischen Pendants. Der Affe stammt aus diesem WWF-Video und wurde durch Physikerhand unter Beachtung der Unstetigkeitslücken photoshoptransformiert.
So eine große Meldung nur im physikBlog zu lesen, das glaubt uns doch noch weniger als keiner. Mit einem Standard-Webinspektor und ein paar HTML-Kenntnisse ist schnell eine modifizierte Version einer x-beliebigen Website erstellt und ein Screenshot angefertigt.

Unser aprilgescherztes Sahnehäubchen ist schließlich die Kooperation mit Florian gewesen, der tatsächlich einige Kontakte mehr in Richtung ESA hat und dem man es vielleicht eher abkauft ein offizielles Dokument2 aufzutreiben. Das Dokument ist natürlich auch von uns erdacht, vom chinesischen Arbeitskollegen übersetzt3 und von uns im Schnellprozess ein wenig gealtert worden – soviel Authentizität muss schon sein.

Alles in allem hatten wir viel Spaß dabei, uns all die kleinen Details auszudenken und für unsere Lieblingsleser zusammenzufügen. Und wenn wir dem ein oder anderen von euch auch ein Schmunzeln auf die Lippen legen konnten, dann ist unser Auftrag erfüllt.

physikBlog. Aprilscherze seit 1302 v. Chr.

  1. Ihr wisst schon, die Raumstation die im September gestartet ist. []
  2. Das heißt, nur die Titelseite eines solchen. []
  3. Danke! []

Chinesen landen mit Affen im Gepäck auf dem Mond!

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Kommentare

Die Chinesen haben es geschafft einen Affen in den Weltraum und sogar auf den Mond zu bringen. Fuckyeah!

Ein Affe auf dem Mond. Was er sich wohl gedacht hat?

EDIT: Alles nur ein Scherz. Ein Aprilscherz. Hier steht was zum Hintergrund.

EDIT, 13:05: Bei Florian drüben im Blog ist ein Regierungsdokument aufgetaucht. Kann wer Chinesisch?
EDIT, 15:30: Wir haben jemanden in unserer Arbeitsgruppe gefunden, der die chinesischen Zeilen übersetzen konnte. Siehe unten.

Weltraumaufzüge aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Supraleitende Magnetstartrampen für Raumschiffe. Dyson-Sphären aus Merkur-Material. Alles so super wie interstellare Einhörner mit Antimaterie-Jetpacks – aber leider auch alles Science-Fiction-Visionen und mehr oder weniger gut in die Praxis umsetzbar.

Gestern tauchte aber ein Bericht im britischen Guardian auf (EDIT: Bericht ist offline, aber wir haben einen Screenshot gemacht), nachdem etwas nicht minder spektakuläres tatsächlich passiert ist: Die Chinesen sind zum Mond geflogen und haben einen Affen mitgenommen. Wir wiederholen noch mal: Die Chinesen. Zum Mond. Mit einem Affen an Bord. Und der ist dann auch noch auf diesem herumgewandert!

Das ist zwar kein derart herausragendes Ereignis, wie damals™, als die Amerikaner unseren Trabanten menschlich besuchten — aber es kommt sowas von direkt dahinter… Die Redaktion des physikBlogs ist sich deshalb auch einig und sagt: »WOW!« Das Ereignis kann man gar nicht überschätzen!

In dieser chinesischen Rakete startet gerade der Affe in Richtung Mond.

Wie aus dem Guardian-Artikel hervor geht, haben ein paar Fotos den Stein ins Rollen gebracht, die auf der Leak-Platform cryptome veröffentlicht wurden. Die bahnbrechenden Bilder des Affens im All und auf dem Mond seht ihr oben und rechts. Das dritte Bild ist die startende Rakete und zeigt das Modell »Langer Marsch«, vermutlich allerdings ein neuer Typ, da die bisher bekannten nicht ausreichend Schub für eine Mondmission haben sollten.
Wie die Bilder, die als Teil des Raumfahrtprogramms Chinas strengster Geheimhaltung unterliegen sollten, ihren Weg ins Internet gefunden haben, ist uns nicht bekannt. Die Qualität aller Bilder ist zwar nicht mit NASA-Aufnahmen zu vergleichen, aber das Wesentliche ist zu erkennen.

Leider steht eine offizielle Bestätigung seitens der chinesischen Regierung noch aus. Etwas merkwürdig, da so ein historisches Ereignis von der Regierung mit Sicherheit voller Stolz verkündet worden wäre. Englische Blogs mutmaßen, dass man noch etwas (Tage?) warten möchte, um mit besseren Bildern an die Öffentlichkeit zu treten.

Das Ereignis kommt zwar plötzlich, aber nicht völlig unerwartet. Die Chinesen wissen auf jedenfall, wie dieses Dings mit der Raumfahrt geht, haben sie doch letztens erst ihre eigene Raumstation gestartet. Außerdem ist ihr Streben nach den Sternen dem Weltraum ja hinlänglich bekannt.

In der Vergrößerung erkennt man schemenhaft den Primaten hinter’m Visier.

Der Raumanzug, den der Affe auf dem Mond trägt, erinnert stark an das amerikanische Modell von vor vierzig Jahren. Entweder hat man sich in China beim Entwerfen der eigenen Version stark daran orientiert oder direkt alte Bestände der Amerikaner aufgekauft. Beides scheint möglich. Auf dem Mond ist der Affe nur schwer zu erkennen, wir haben unsere CSI-Fähigkeiten ausgegraben und versucht, das Bild für euch etwas zu verbessern.

Wir sind auf jedenfall gespannt wie ein Flitzebogen, wie das mit der Mondwanderung so weitergeht und wie sich die Story entwickelt. Erst Raumstation, jetzt Mondlandung mit Primaten. Was kommt als nächstes? Wann ist der erste Mensch wieder auf den Mond? Und warum war das erste Tier keine Katze1?
Spannend wird es auf jedenfall bleiben.

Der Artikel, wie er im guardian heute morgen noch zu sehen war. Jetzt ist er nicht mehr erreichbar. Ein Glück sind wir faul weise genug, Seiten im Browser nicht direkt zu schließen.

EDIT: Die Übersetzung des Papiers, was Florian gepostet hat. Es scheint sich um die Titelseite eines Strategiepapiers zu handeln.

ERSTE SEITE:
Streng Geheim!
Großer Schritt
Strategisches Papier für das Chinesische Mond-Erforschungs-Programm, als Teil der Erforschung des Weltraums der Volksrepublik China
Version 7
Ouyang Ziyuan, Sun Jiadong
Für die gemeinsame Staatsarbeitsgruppe zur CNSA-Betreuung.

ZWEITE SEITE:
Dieses Dokument umreißt die Fortschritte des Weltraumprogramms der Volksrepublik China, wie sie vom Konsil der gemeinsamen Staatsarbeitsgruppe zur CNSA-Betreuung beschlossen wurde. Die Schlüsselpunkte von Großer Schritt sind die Errichtung einer chinesischen Raumstation bis 2010, eine unbemannte Landung auf dem Mond 2012, eine bemannte Mondmission bis 2016, die Erbauung einer Mondbasis zusammen mit ROSKOSMOS bis 2023 (Großer Stein) und die folgenden Vorbereitungen für eine bemannte Mission zum Mars.
Klassifikation: Streng Geheim.

Es scheint also, als seien die Bilder des Affen nur der Anfang gewesen…

  1. Wir deuten das als persönlichen Affront gegen das physikBlog! []

Einstein-Archiv

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Albert Einstein. Bekam seinen Nobelpreis nicht als General Relativity, sondern für den photoelektrischen Effekt. Die Relativitätstheorie war damals noch zu vage für die Schweden. (Das war Einstein allerdings egal, bei seiner Nobelpreis-Rede sprach er ausschließlich von der Relativitätstheorie. Cool.)

Am Pi-Tag hat nicht nur unsere Lieblingskreiszahl Sowas-wie-Geburtstag, nein, unser Lieblingsalbert hat sogar richtig Geburtstag. Dieses Jahr wäre er 133 Jahre alt geworden.
Und während dieser 133 Jahre hat er ganz schön viel Kram niedergeschrieben — und sogar noch mehr Kram wurde über ihn geschrieben.
Die hebräische Universität Jerusalem hat zu seinem Geburtstag1 ein riesiges Archiv Einstein-Schriften digital zugänglich gemacht2, darunter auch die, die er der Universität nach seinem Tod vermachte.

Zugangspunkt ist entweder eine hübsche Galerie, in der die wichtigsten Dokumente aus Einsteins Leben samt Bildern vorgestellt werden, oder die Suche in einer riesigen Datenbank mit 80 000 Einträgen. In Letzterer sind allerdings nur die 2000 Dokumente digital verfügbar, die auch in »The Collected Papers of Albert Einstein« der Princeton Press gedruckt wurden — nicht so viele also3. Der Rest existiert nur als Katalog, was in der Bibliothek verfügbar ist.

Bonusaufgabe: Wer findet die meisten Rechtschreibfehler im Science-Manuskript zu \(E=mc^2\), na? Also, wenn ihr die Sauklaue entziffern könnt.

Einstein Archives Online

  1. Ok, ok, eine halbe Woche nach seinem Geburtstag! Da ist vermutlich irgendein Programmierer nicht rechtzeitig fertig geworden, was? []
  2. In einer bibliothektypisch unübersichtlichen Webseite. []
  3. Zumindest, wenn ich das richtig verstehe. Es gibt da widersprüchliche Informationen. Vielleicht sind auch ein paar Dokumente mehr online als Bild verfügbar, allerdings nur bis Ende 2012. Man weiß es nicht. []

Cat Scientists dot-tumblr-dot-org

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Ein seltenes Pressefoto, bei dem Wernher von Braun seine wahre Knuffigkeit zeigt. (Orginal: NASA, Katze: flickr, Kombination: physikBlog)

Bekanntermaßen wird die Menschheit seit Jahren von fießen außerirdischen Reptilienwesen unterwandert. Was allerdings nur wenige wussten: Der Erde flauschigste Wesen1 installierten Mitglieder einer akademischen Spezialeinheit in der Gesellschaft um sie zu bekämpfen. Mitte der 1960er Jahre zogen sie sich Masken an und infiltrierten die Wissenschaftslaboratorien der Welt.

Erstmalig sind Bilder ohne Masken aufgetaucht, gesammelt in einem Blog. Überzeugt euch selbst, wie Cat Sagan, Kihtty von Braun, Gordon »Paws« Cooper und Co. in Wirklichkeit aussahen.

Cat Scientists Of The 1960s

  1. Nach knuffigen Eisbärbabies, knuffigen Pandababies und knuffigen Restfelltierbabies. []