Facebook Roundup Mai & Juni 2012

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All unseren Vorsätzen zu trotz haben wir es weder geschafft, euch mit dem verdienten Premium-Content aus der Physikwelt hier im Blog zu beglücken1, noch euch über die großartigen Kleinigkeiten aus unserem Gartenschuppen2 zu informieren. Dabei ist so einiges passiert, in den letzten zwei Monaten!

Doch Veränderung ist nah! Denn zumindest an letzterem Zustand wird sich nun folgend etwas ändern. Wie es allerdings mit dem physikBlog-Premium-Content aussieht, das bleibt abzuwarten. André und ich jetten zwischen Konferenzen und Urlauben hin und her.3

Vorhang auf für Mai und Juni:

  • 2. Mai: Ihr erinnert euch noch an Neil deGrasse Tysons »Most Astounding Fact«?
    Jemand hat das ganze in einem Comic verarbeitet. Toll! Link.
  • 8. Mai: Wer hätte gedacht, dass die Sterne über den Kanaren so schön sein können? (Ok, wir alle. Trotzdem schön.)
  • 10. Mai: Solltet ihr eines Tages vergessen, welches Teilchen ihr seid. Dieses Flow-Chart hilft euch dabei. (via) Link
  • 17. Mai: Gestern entschieden NASA und SpaceX, dass am Samstag die Falcon-9-Rakete mit dem Dragon-Modul an Bord zur ISS abheben soll. Der Start ist für 10:55 unserer Zeit geplant, ab einer halben Stunde vorher soll’s einen Livestream geben (auf www.spacex.com).
    In diesem PDF gibt’s alles wichtige zur Mission, eine Zusammenfassung des Ereignisses hat heise. Link.
  • 23. Mai: Ein tolles Video darüber, wie man das Universum vermisst.
  • 1. Juni: Stringtheorie-Shooting-Star Brian Greene hat für die dieswöchige Coverstory der Newsweek über Multiversen geschrieben. Link.
  • 2. Juni: Pluto, unser aller Lieblings-Nicht-Mehr-Planet, ist – naja – kein Planet mehr. Warum das so ist stellt dieses Video hier ganz gut zusammen. (via Florian) Link.
  • 7. Juni: Die (Fast-)Space Shuttles Enterprise und Explorer auf dem dem Weg zu ihren zukünftigen Ausstellungsorten. Link.
  • 11. Juni: Ein paar faszinierende Long-Time-Exposures von der ISS, die Sterne, Erde und Gewitter in einer computerspielhaften Atmosphäre vereinen. Link.
  • 14. Juni: Thanks Universe that you are being so awesome! Link zum Video.
  • 22. Juni: Wenn der Mars-Rover »Curiosity« am 5.8. landet, dann wird das so aussehen. Nur weniger 3D-Kamera und weniger dramatische Musik. Dafür mehr toll.
  1. Übrigens: ein Higgs-ähnliches Teilchen wurde gefunden. Nur so nebenbei. []
  2. Unsere Facebook-Seite. []
  3. Und das ist ganz schön anstrengend. Besonders der Urlaubsteil. []

Facebook Roundup April 2012

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April. April. Da war doch was? Ach richtig, Aprilscherze. Den Spökes haben wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen und sind voll mit chinesischen Mondlandungs-Affen eingestiegen. Der Restapril war, natürlich, wieder viel zu beitragslos hier im Blog. Bei Facebook war zumindest etwas los:

  • 4. April: Ein kurzer Song der nur aus den Abkürzungen der chemischen Elemente besteht. In der Reihenfolge des Periodensystems. Crazy Shit! Video
  • 15. April: Wie man mit etwas Physikschwafelei dem Verkehrsgericht davon kommt. Link
  • 18. April: Für die Jobsuche nach eurer nächsten Zeitreise in die 1960er: Das Orientierungsvideo für Gemini-Fluglotsen. Video
  • 18. April: Der String-Theorie-Rap! (Puh.) Video
  • 25. April: Gestern wurde auf eine Pressekonferenz die Firma »Planetary Resources« vorgestellt. Das Ziel: Ressourcenabbau auf erdnahen Asteroiden. Yay! (Video)

    Momentan besitzt man dafür nur ein ›kostengünstiges und leistungsfähiges‹ Teleskop, das man in großer Zahl in den Erdorbit bringen will. Damit möchte man die 9000 potenziell interessanten Asteroiden vermessen und schließlich, weil ja die Technik mittlerweile (und dann erst recht) so weit sei, Geräte entwickeln, die die Asteroiden von näher begutachten, Bodenproben nehmen und schließlich irgendwann mal sogar abbauen.
    Das alles ist noch arg vage, aber: Hallo, Zukunft.
    Links:

    Was sagt ihr dazu?
    Sollen wir für ein physikBlog-Teleskop sammeln (natürlich nur, wenn’s die in lila gibt)?

  • 25. April: Bei xkcd gibt’s heute hilfreiche Annäherungen für (un)bekannte Zahlen und Größen. Link.
    Besonders gut: Die Näherung der Feinstrukturkonstante. Wer hätte gedacht, dass die fast 1/140 ist? Crazy!
  • 26. April: Wer von euch ist nächste Woche ebenfalls auf der re:publica in Berlin?
    Wir werden was für euch dabei haben! Sprecht uns an! :)
    Nachtrag: Wir haben ein paar fetzige Universumsvisitenkarten verteilt. Mal sehen, was wir mit dem Rest machen. Vorschläge?

Das Higgs-Boson, erklärt von PhD-Comics

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Fastlive-Comic mit all dem, was ihr schon immer über das Higgs-Boson erfahren wolltet.

Vor einem Jahr erklärten uns die PhD Comics die dunkle Materie. Als animiertes, live-gezeichnetes Comic.
Jetzt unterhielt sich Jorge Cham am CERN wieder mit Teilchenphysiker Daniel Whiteson und ließ sich erklären, was da am LHC passiert und warum alle so scharf auf das Higgs-Boson sind.
Ein tolles Video!

Die einzelnen gezeichneten Seiten gibt’s auf der PhD-Comic-Seite, herunterladen des Videos geht über Vimeo.

Einsteinige Minutephysics

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Einstein, 1905 und vier mal eine (gute) Minute.

Anlässlich seines Geburtstages, nach dem man bekanntermaßen auch den Wert von Pi festgelegt hat, hat Minutephysics vier Videos über Albert Einstein veröffentlicht.
Getreu des Namens und des Stils von Minutephysics geht es jeweils in (fast) einer Minute um die großen Themen, mit denen Einstein in seinem »Wunderjahr« 1905 auf das Parkett der Wissenschaft getreten ist.

Welche das sind? Bittesehr:

Quantisierung von Licht & Photoeffekt


YouTube-Direktlichtquantelung
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Von Primzahlen und Palindromen

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physikBlog

Zahlenpalindrome sind das Gegenstück der bekannten Wort- und Satzpalindrome in der Zahlenwelt. Und schön obendrein.

Wir unterbrechen dieses Blog für eine kurze Durchsage aus dem Internetz: »Mr. Owl ate my metal worm.«

A metalworm? Srsly?

Na, wer hat’s erkannt? Richtig: Ein Palindrom. Als Satz. Ergibt keinen Sinn, dafür rückwärts gelesen das gleiche wie vorwärts. Neben Satz-Palindromen gibt’s noch den Klassiker, Palindrome als Wörter (»Legovogel«), oder etwas exotischer, Musikstücke oder gar Zahlen. Und bei Zahlen sind wir nach der großen Zahlenrevolution von 1721 natürlich ganz vorne dabei.

Beispiel gefällig? Starten wir mit Primzahlen. Gibt es in allerlei Ausprägungen, vor allem aber auch als Primzahlpalindrome in doppeltknorke. Beispiele sind 11, 101 oder 777767777. Interessanterweise sind Mersenne-Primzahlen1 immer Palindrome, wenn man sie in das binäre System transformiert.
Dass das alles so gut passt ist schon sehr erstaunlich. Kein Wunder also, dass frisch aus der Hölle ein eigenes Primzahlpalindrom kommt: 1000000000000066600000000000001. Die 666 umgeben von jeweils 13 Nullen und einer Eins wird Belphegors Zahl genannt. Belphegor ist ein Dämon der Hölle, auch bekannt als Furzgott, der beim großen Geschäft angebetet wird und dafür grandiose Ideen zurückgibt. Verrückt, was?
Und damit ihr beim nächsten Kneipenabend so richtig dem Nerdtum frönen könnt, folgt das bislang größte Primzahlpalindrom:
10205030 + 7047407 · 10102512 + 1. Auswendiglernen, wir fragen das nächste Woche ab.

Jetzt sind Primzahlpalindrome eher so das Analogon der Palindrom-Wörter. Schon durchaus cool, aber es gibt noch Luft nach oben. Die Luft wird gefüllt von Gleichungen, die die Eigenschaften von Palindromen erfüllen und gleichzeitig gleich sind — weil sie Gleichungen sind, klar. Eine ist diese2, von Royal V. Heath im »Scripta Mathematica« 1955 präsentierte Gleichung:
0264 + 4125 + 5610 = 0165 + 5214 + 4620.
Das stimmt sogar noch, wenn man jeden Summanden in der Mitte mit einem Mal-Zeichen trennt, also:
02·64 + 41·25 + 56·10 = 01·65 + 52·14 + 46·20.
Alternativ kann man auch weitere Plüsser einsetzen:
02+64 + 41+25 + 56+10 = 01+65 + 52+14 + 46+20.
Und wenn ihr das jetzt in euren Taschenrechner eingebt dürft ihr auch noch jeden Term quadrieren. Umsonst! Und es wird immer noch stimmen! Völlig crazy!

Wenn das nicht der Anmachspruch 2012 wird…
»Hey, magst du noch mit hochkommen? Ich könnte dir meine Palindrom-Gleichung zeigen… Und du darfst Rechenzeichen setzen. Beliebige Rechenzeichen.«

Schöne zusätzliche palindromisch-multiplikative Aufreißereihilfen: Quadratische Potenzen von 11, 111, … ergeben auch Palindrome. Um zwar mit der Anzahl der 1en als zentrale Ziffer, absteigend nach außen. 112 = 121, 1112 = 12321 und so weiter.

Wenn ihr jetzt immer noch nicht genug zusammen habt um beeindrucken zu können, nehmt einfach eine Katze mit. Das zieht. Bestimmt.

  1. Mersenne-Primzahlen sind Primzahlen, die in der Form 2n-1 dargestellt werden können. Mit ihnen hat man übrigens auch die bisher größte Primzahl gefunden. []
  2. Gefunden bei Nerdcore. []