The Lightning Foundry

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Eine Teslaspule im Betrieb ist ziemlich faszinierend. Selbst eine »kleine« Version wie diese hier, die in Wirklichkeit schon eher zu den großen zählt.

*tzzzem* *krrrrss* *brutzel* *brrrsss* — Die offiziellen, auf der International Lightning Conference 1986 festgelegten lautmalerischen Beschreibungen1 einer Teslaspule im Betrieb. Beziehungsweise der von ihr ausgehenden Blitze.
Jedenfalls ist das geschrieben nicht annähernd so spektakulär, wie die Geräusche einer Teslaspule in natura sind. Außerdem: Blitze! Die logische Schlussfolgerung ist also, dass Teslaspulen klasse sind!

Das Schema der Lightning Foundry.

Teslaspulen hatten wir schon in diversen Abwandlungen gesehen. Wenn nicht hier, dann zumindest irgendwo da draußen im Internet2. Aber wie das halt so ist: Käse geht immer3 und größer ist besser. Und deswegen hat Greg Leyh das Projekt der »Lightning Foundry« gegründet und will eine Anlage bauen, mit der sich 80 Meter lange Blitze erzeugen lassen. 80 Meter!
Außer dem »Wow!«-Effekt gibt es auch noch wissenschaftliches Interesse, weil noch nicht ganz verstanden ist, warum Gewitterblitze weniger Spannung pro Strecke brauchen als Blitze im Labor. Und die Grenze soll bei etwa 60 Metern liegen.

Das Ganze ist natürlich nicht billig (350.000 Dollar) und deshalb sucht Greg Leyh nach Unterstützern bei kickstarter.com. Die Materie beherrschen sie prinzipiell auf jedenfall, immerhin haben sie schon so abgefahrenes Zeug wie eine 130 Megavolt Tesla gebaut (→ Archiv). Bleibt also zu hoffen, dass es klappt.

Und zum Schluss noch das Erklärungsvideo zur Lightning Foundry:

  1. Natürlich nicht zu verwechseln mit dem *wwwoooaaaammmm* eines natürlichen Blitzes oder *brutzel* — dem Ei in der Pfanne. []
  2. Oder auf dem jährlich in Aachen stattfindenden Physik-Jahrmarkt der RWTH im November. Da wird seit ein paar Jahren auch eine nicht gerade kleine Teslaspule ausgestellt. []
  3. Hat hiermit jetzt nicht’s zu tun, aber geht halt immer. []
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