Gastbeitrag für’s Bildblog über Medien zum LHC

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Für das Bildblog haben André, Basti und ich mal erklärt, warum uns das mit diesem andauernden LHC-Urknallweltuntergangsschwarzenlöchern auf die Nerven geht – und was eigentlich dran ist, wissenschaftlich betrachtet.

? Bildblog: Keine Panik!, oder direkt: Bildblog: Massives spontanes Existenzversagen verschoben

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8 Antworten auf Gastbeitrag für’s Bildblog über Medien zum LHC

  1. Interessierter sagt:
    #1

    Hi zusammen,
    habe eben den fraglichen Beitrag auf Bildblog.de gelesen.
    Und ich muss sagen: Danke dafür!
    Auf sehr amüsante Art die Argumente der Kritiker auseinandergenommen.
    Leider wird es nicht weitere hysterische Meldungen abhalten können…
    Mit freundlichen Grüßen
    Interessierter

  2. Andi sagt:
    #2

    Danke dir! Es freut uns immer wieder, wenn wir ein paar physikalische Dinge dem sonst nicht so physikalisch Interessierten nahe bringen können :).

  3. Martin sagt:
    #3

    Etwas mehr Genauigkeit bei der Diskussion von eventuell möglichen (oder nicht möglichen) Ereignissen, also insbesondere von Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten, wäre schon angebracht.

    Wenn es seit der Erdentstehung (ohne Menschenbeteiligung) nur 100 000 Ereignisse ähnlich zu den LHC-Kollisionen gegeben hat, so passiert das eben nicht “dauernd auf unserem Lieblingsplaneten”, sondern im Schnitt alle 46 000 Jahre einmal. Die Häufigkeit der Ereignisse wird also durch den LHC massiv erhöht.

    Wie oft das im restlichen Universum schon passiert ist (“10^31 LHCs”), ist im übrigen uninteressant, solange man nicht weiss, wieviele schwarze Löcher auf die Art schon entstanden sind.

    Dass Neutronensterne existieren, widerlegt im Übrigen nicht, dass mit einer sehr kleinen Wahrscheinlichkeit (aber größer als null) mini schwarze Löcher entstehen und diese mit einer sehr kleinen Wahrscheinlichkeit (aber größer als null) stabil bleiben, und dass das einem kleinen Prozentsatz von Neutronensternen vielleicht schon den Garaus gemacht hat.

    Angenommen, jemand stellt die Theorie auf, es käme vor, dass Pinguine manchmal von Jägern erschossen würden. Die Theorie könnte man auch nicht mit dem Spruch “Pinguine gibt es, also Bullshit” widerlegen.

  4. André sagt:
    #4

    @Martin: Das Problem mit der angesprochenen Genauigkeit ist nunmal, dass es dann auch ungleich komplizierter wird. Will man einen (größtenteils) allgemeinverständlichen Artikel schreiben, dann muss man eben Abstriche in den Details machen.

    Die Argumente werden ausführlicher im CERN-Sicherheitsreport widerlegt, der mit ein wenig physikalischem Interesse auch verständlich ist. Wenn du es dann noch genauer wissen willst, kannst du dir das knapp 100 Seiten starke Paper von S. Giddings und M. Mangano durchlesen, in dem das alles konkret ausgerechnet wird.

    Konkret zu der Sache mit den 100.000 Ereignissen: Das ist tatsächlich etwas misverständlich ausgedrückt. Damit sind 100.000 mal soviele Ereignisse gemeint, wie während der gesamten Laufzeit im LHC produziert werden. Das werden etwa 1017 Ereignisse sein, also insgesamt 1022 äquivalente Ereignisse auf der Erde.
    Mit dem Alter der Erde von 4,6 Milliarden Jahren kommen wir damit alle 4,6·10-15 Sekunden = 0.46 Pikosekunden.

  5. Hendrik sagt:
    #5

    Ich bin zwar weder Astro- noch Elementarteilchenphysiker, aber die Behauptung, dass Neutronensterne keine Magnetfelder hätten, ist ziemlicher Unsinn. Im Gegenteil, um einen Neutronenstern herrschen Felder, die bis zu mehreren Gigatesla reichen können, was die höchsten überhaupt beobachteten Feldstärken im gesamten Universum sind.

  6. Andi sagt:
    #6

    Hendrik: Das ist natürlich völlig richtig. Da haben wir zwei Argumente des Sicherheitsreports mit einander vermischt. Der Neutronenstern wird dort wegen seiner hohen Dichte angebracht, die dazu führen würde, dass Neutronensterne von mini schwarzen Löchern besonders agressiv aufgefressen würden… Für mehr schau dir mal den Absatz im Sicherheitsreport an!
    Im Bildblog-Artikel sollte der betreffende Abschnitt bald korrigiert sein.

    Danke dir für den Hinweis!

  7. Anna sagt:
    #7

    Hallo,

    auch ich habe den Artikel bei Bildblog gelesen und musste schmunzeln. Ich kenne mich zwar nicht sehr gut aus in der Physik, aber das die Medien den drohenden Weltuntergang anscheinden vorhersagen können ist mir schleierhaft, aber für sowas sind die Boulevard-Median immer zu haben.
    Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß mit eurem Physikblog.

  8. Tim sagt:
    #8

    Der Artikel bei Bildblog war sehr informativ, ich werde ihn auch meinen Studien kollegen zeigen(:

    Mfg

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