Neill Blomkamp über außerirdisches Leben

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Kommentare

TED-Talks hatten wir ja schon ein paar. Da brauch ich wohl nicht mehr viele Worte drüber verlieren.
Neu für mich allerdings: Es gibt jetzt eine TEDX-Konferenz. Das ist eine Art Open-Source-Version der offiziellen TED-Konferenz, die jeder überall starten kann, wenn er denn genug Redner zusammenbekommt.

Auf einer dieser TEDX in Kanda sprach nun Neill Blomkamp. Wem dieser Name nichts sagt1: Blomkamp hat mit »District 9« im letzten Jahr einen ziemlich guten Kinofilm gemacht, in dem es um gestrandete Aliens in Johannesburg geht.

Im fünfzehnminütigen Talk mit vielen bunten Animationen beantwortet Blomkamp die Frage, ob er denke, dass echte Außerirdische so aussehen wie in seinem Film.
Das tut er mit einem klarem »Nein« und erklärt es mit einer interessanten Mixtur aus Wissenschaft und Science-Fiction.


YouTube-Direkt0,7

  1. SCHÄMT EUCH!!! []
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2 Antworten auf Neill Blomkamp über außerirdisches Leben

  1. Basti sagt:
    #1

    Sehr schöner Vortrag. Auch wenn ich der Argumentation nicht folgen kann. Exobiologen müssen sich ja ohnehin fragen lassen, wie sie es schaffen wollen, ihre Wissenschaft auch nur halbwegs “wissenschaftlich” erscheinen zu lassen. Wenn dann jemand (mag er Ahnung haben oder nicht) ein “Drei-Stufen-Modell” der Zivilisationsentwicklung aufstellt, ist das zwar mit Sicherheit ein interessanter Denkanstoß für die Entwicklung unserer eigenen Zivilisation. Wieso das aber automatisch auch für alle anderen Zivilisationen gelten soll, bleibt offen.
    Um ein nicht im geringsten glaubwürdigeres Beispiel dagegenzustellen: Warum sollte eine Zivilisation, die von Anfang an nicht auf Individualität beruht, sondern auf einem Kollektiv, Probleme mit der “Globalisierung” beim Übergang zur Stufe 1 haben?
    Besonders bekloppt fand ich das Aussenden der Informationen in den Weltraum, wo diese dann von umgewandelten Sternen und Planeten als Supercomputer verarbeitet werden. Das ist sowas von Science-Fiction, das wird nicht dadurch Science, weil es ein Scientist ausspricht. Was man natürlich dem Sprecher nicht vorwerfen kann, denn er ist ja ein Mann der Fiction.

    Fazit: Crazy, aber interessant!

  2. André sagt:
    #2

    Zu deinem Beispiel mit dem Kollektiv: Ich würde vermuten, dass dann nicht das Kollektiv das Problem ist, denn das Kollektiv für sich selbst profitiert natürlich davon. Vielmehr die Punkte, an denen es mit anderen Lebensformen kollidiert, sind problematisch. Irgendwo muss das Kolletiv einmal gestartet sein – es ist wahrscheinlich, dass sich irgendwo anders auf dem Planeten andere Lebensformen entwickelt haben. Treffen diese aufeinander, würde es denke ich zu Konflikten führen.

    Die Frage ist dann, wie schlimm ist das. Vielleicht sind es ähnliche Lebensformen (wie auf der Erde die verschiedenen Stämme von Menschen, die sich über die Jahre der Abgeschiedenheit unterschiedlich schnell entwickelt haben. Z.B. Europäer und die Ureinwohner in Australien), dann kollidieren zumindest grob gemeinsame Bedürfnisse und Interessen. Wenn es verschiedene Lebensformen sind, so kann es dennoch dazu führen, dass sie sich gegenseitig irgendwas wegnehmen. Im Zweifelsfall Energie.

    Das ist alles sehr spekulativ und wahrscheinlich noch nichtmal übertragbar auf andere bevölkerte Planeten. Was ich nur sagen will ist, dass selbst für ein Kollektiv nicht zwangsweise die Globalisierung ein guter Schritt ist.

    Allerdings stimme ich dir zu, dass das drei-Stufen-Modell wirklich nur ein netter Denkanstoß ist und alleine schon aus Mangel an Beobachtungen momentan nicht als definitiv gültig angesehen werden kann. Trotzdem alles sehr interessant, auch das Video.