Nicht auf Primzahlfälscher hereinfallen

3
Kommentare

Vor ein paar Tagen gaben ein paar Internetbetrüger vor, sie hätten mit Hilfe von Verteiltem Rechnen die größte Primzahl gefunden. 13 Millionen Stellen besitzt diese Zahl. Also ungefähr so lang: .
Außerdem ist es eine Mersenne-Zahl, die 43.112.609., um genau zu sein. Sie lässt sich also als 243.112.609-1 darstellen. Darauf stehen Mathematiker.
Weil sie so darauf stehen, und ganz vielleicht auch, weil es die erste Primzahl mit mehr als 10 Millionen Stellen ist, können die Finder 100.000 Dollar mehr auf ihrem Spesenkonto verbuchen.

Aber Obacht!
Die Erfinder dieser Zahl streuen gezielt Desinformationen, die annehmen lassen, es handele sich bei dieser Zahl um die absolut größte Primzahl. Dabei handelt es sich nur um die momentan Größte. Nicht die größte Größte!
Wie fleißige physikBlog-Leser wissen, endet die absolut größte Primzahl als einzige nämlich auf 42 und hat nur Nullen in den Nachkommastellen. Außerdem haben wir die schon vor langer Zeit gefunden.
Also: Achtung!

Kurzlink
Kategorien: Allgemein
Tags: , ,

3 Antworten auf Nicht auf Primzahlfälscher hereinfallen

  1. raini sagt:
    #1

    Verdammt jetzt hab ich Kopfweh. Gibt es eigentlich keinen Computer bzw. Programm, welches einen neue Primzahl berechnen kann? Toll, dass es Leute gibt, die so einen Ergeiz haben und danach suchen.

  2. Andi sagt:
    #2

    Die Primzahl wurde gefunden, in dem Computer sie ‘berechnet’ haben. Allerdinsg funktioniert das berechnen sozusagen andersherum. Man nimmt gewisse Zahlen und testet sie auf ihre Teilerfremdheit. So zumindest meine laienhafte Vermutung.
    Leute machen da nicht mehr viel daran, außer Algorithmen zu verbessern (sowohl mathematisch, als auch in Hinblick auf die Rechnerleistung) und sich neue Theorien auszudenken :).

  3. André sagt:
    #3

    Jo Andi, so habe ich das bisher auch immer verstanden.

  1. Pingback: Von Primzahlen und Palindromen | physikBlog