TED-Talk: Brian Cox über den LHC

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Stellt euch vor: Eure Welt dreht sich wie die von jedem anderen, euer Frühstück esst ihr morgens mit einem extra Klecks Mayonnaise genau wie jeder andere – aber vom LHC, davon habt ihr noch nie gehört. Schwer vorstellbar, ich weiß, aber von uns durchgeführte Studien in der sogenannten Restwelt deuten darauf hin, dass diese mitleidbedürftige Untergattung “Mensch” existiert.
Unsere Zentrifugen flogen aus der Bahn, Petrischalen explodierten, Reagenzgläser reagierten nicht mehr während wir forschten. Doch jetzt können wir mit Sicherheit behaupten: Es ist heilbar!

Brian Cox (TED)Brian Cox erzählt im TED-Talk “What really goes on at the Large Hadron Collider” was wirklich im Large Hadron Collider passiert. Das ganze macht er mit einem lovely breiten Britischen Akzent, der nur von der Breite seines Lächelns übertroffen wird. Es macht richtig Spaß ihm beim Erklären vom LHC, von Higgs-Teilchen und vom Universum zuzuhören. Dabei spricht er so einige Sätze aus, die allein schon zitatwürdig wären.

Ein absolut laiengeeigneter Einstieg in das Mysterium der Teilchenphysik. Gucken, unterhalten werden und dieses mal sogar nicht nur nicht dümmer, sondern sogar schlauer werden! Z.B. nach dem Klick weiter unten.

Wer noch nicht genug von Brian Cox1 und dem LHC hat, den interessiert vielleicht sein CERN Podcast. Ein relativ aufwändig produzierter Podcast über Sachen in und am CERN. Er begleitet z.B. ein wenig den “Bad Astronomer” bei seinem Besuch dort.

Wenn ihr also jetzt bei der nächsten Grillparty gefragt werdet “Wofür braucht man so ein schweineteures Ding, was Teilchen im Kreis aufeinander schießt?”, dann könnt ihr so etwas sagen wie: “Um zu verstehen, wie in 13,7 Milliarden Jahren aus ein bisschen Wasserstoff so etwas schönes wie Deine Schuhe (für den eher defensiv Flirtenden) / Du (für den offensiven Flirter) / die Mona Lisa (den Kulturliebhaber, Studienrichtung Anglistik (Lehramt)) / das Stück Fleisch da vorne (der Materialist) / dieses geile Gitarrenriff aus Gram Death (den Black-Metaler, Studienrichtung Soziale Arbeit) / die Nacht (den verkannten Romantiker, Entsorgungswissenschaft) / die Bahnhofsbrücke entstehen (den Suizidalen) konnte.” Klar, oder?

  1. Brian Cox hat schon in zwei mehr oder minder erfolgreichen Bands gespielt, u.a. mit Chartspositionen. Und er hat ein paar Filme bei der BBC begleitet. Außerdem war er der wissenschaftliche Berater von Sunshine, diesem Q-Ball-Sonnenexplosionsfilm, der auf Messersschneide zwischen atemberaubenden Effekten und kopfschlagenden Pseudoweltuntergangsphilosophie hin- und herstolpert. []
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5 Antworten auf TED-Talk: Brian Cox über den LHC

  1. Sarah sagt:
    #1

    Ihr habt Recht, der Film ist echt ganz gut gemacht. Man merkt wie begeistert er selber davon ist, aber dieses Dauerlachen geht einem auf Dauer aber echt auf die Nerven :D

  2. Geisler sagt:
    #2

    kann es sein, dass alle physiker, egal woher, imer die gleichen bilder benutzen??
    ich kannte fast alle bilder die der benutzt schon von unseren profs…

  3. Geisler sagt:
    #3

    … und wie kann es eig sein, das im elitärsten physikblog dieser erde noch nichts über carl sagan geschrieben steht??
    ich bitte höflich dies schnellstens nachzuholen

  4. Andi sagt:
    #4

    @Sarah: Quatsch! Das geht doch nicht auf die Eier! Das ist toll!!! ;)

    @Geisler: Wir beschäftigen uns gerade intensiv mit dem Herstellen von Minineutronensternen mit Paketklebeband! Zeitlich sind wir also stark eingebunden. Aber das physikBlog ist doch ein Mitmachweblog – Hau in die Tasten, schick mir per Mail und ich veröffentlich das in deinem Namen. Gib ihm!

  5. Sarah sagt:
    #5

    Ja, das mit den Folien is mir auch aufgefallen, der Stahl und der Wiebusch haben 1 zu 1 die gleichen Bildschen in den letzten Wochen benutzt – viel zu geil.