Lebensraumerweiterung für angehende Physiker

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Neuer Hörsaal am Physikzentrum
Seit geraumer Zeit wird im Physikzentrum fleißig gebohrt und gewerkelt. Der Grund dafür ist der neben dem Haupteingang liegende Betonklotz, der dort in die Erde gegossen wurde und so langsam fertig wird. Ein modischer Physikhörsaal mit höchst modischer Fassade, die nur deswegen zur Hälfte aufgeraut ist, weil während der Arbeiten daran das Geld ausging1.

Toll!
Endlich ein eigener großer Hörsaal, der 180 physikinteressierten Personen kuscheligen Platz auf 3er-Bänken bietet. Das physikBlog-Team war exklusiv für euch dort, um die Sitze zu testen, diverse Schalter auf ihre Funktion zu überprüfen, Geheimgänge zu entdecken und Fotos zu machen.
Der Eintritt in den Hörsaal über den oberen Eingang eröffnet einem zuerst einmal einen Blick auf ein Loch in der Wand. Erst bei näherem Hinsehen lässt sich dieses Loch als mit Glasscheibe abgeschlossen identifizieren. Allgemein ist es im Inneren heller, als man es von außen vermuten würde. Der graue, momentan stilistisch unter der Avantgarde der Architekten sehr beliebte Beton, wird dort nämlich von diversen Oberlichtern und einer Reihe modernster Leuchstoffröhren aufgelockert.

Die Bänke mögen zwar für den ein oder anderen ein wenig spartanisch anmuten, sind aber doch recht bequem, hübsch und lassen einem über 1,75m großen Menschen auch endlich einmal Platz für die Beine. Besonderes Schmankerl sind die Steckdosen (2x Strom, 2x Netzwerk), die sich unter jeder Bank befinden, um auch Notebooks, Teslaspulen und Lockenwicklern ein angenehmes Vorlesungserlebnis zu ermöglichen.

Beamer gibt es noch keine, das “Mischpult” sieht aber die Aktivierung von drei Exemplaren vor. Was es allerdings schon gibt sind die Tafeln. Und nicht irgendwelche Tafeln, nein! Zwei schön lange Tafeln hat man dem Hörsaal spendiert, die man z.B. aus diversen amerikanischen Physikvorlesungen kennt2.

Dank unserer exzellenten Beziehungen zur RWTeH konnten wir auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dort erwartet einen ein “geheimer” Gang mit Experimentiermöglichkeiten und Hochsicherheits-Safe (!), dessen Nutzen man uns aber nicht verraten wollte3. Ob dort Antimaterie gespeichert wird? Oder gar das Herz einer Lichtbogenlampe?

Weitere Bilder in meinem Picasa-Album.

  1. Jedenfalls haben wir das so von äußerst verlässlichen Quellen gehört, die wir aber leider an dieser Stelle nicht offen legen können []
  2. Wo sie allerdings elektronisch fahrbar sind und sich daraus tolle Späße ergeben! []
  3. Ok, wir haben gar nicht gefragt. []
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7 Antworten auf Lebensraumerweiterung für angehende Physiker

  1. gemini sagt:
    #1

    Also nicht elektrische Tafeln sind ja generell sinnvoll, allerdings scheint mir die Höhe der Tafeln recht seltsam, was soll denn bitte die Tafel auf Fusshöhe bringen, die kann man nicht lesen wenn die andere beschrieben wird und da unten beschreiben kann man sie auch nicht.

    Und ist der Abzug in der Hörsaal integriert, also kann man da rein gucken?

  2. Andi sagt:
    #2

    Könnte mir vorstellen, dass der Abzugskasten hinter einer der Tafeln zum Vorschein kommt. Gecheckt haben wir das allerdings nicht.

  3. jebro sagt:
    #3

    Das sieht eher aus wie ein Atomschutzbunker ;)

  4. André sagt:
    #4

    @jebro: Natürlich ist das Konzept des Hörsaals auf Multifunktionalität ausgelegt. Neben der Sicherheitsverwahrung sicheren Aufbewahrung von den wichtigsten aller Physiker (z.B. uns) kann der Neubau alternativ auch als Aquarium, Nebelkammer, Frisörsalon und Hochfrequenzresonanzraum genutzt werden. Ach ja, und selbstverständlich auch als Hörsaal.

  5. chris sagt:
    #5

    wos mir gerade auffällt… FUSCH AM BAU!!
    Wie auf dem obersten Bild zu erkennen ist, wird die gesamte Statik des Gebäudes von einem Stock gehalten!

  6. Party-Man sagt:
    #6

    Mein Tipp:
    Der Bau ist bestimmt auch prima als Disko zu nutzen und es gelngt kein Krach nach draußen ;-)

  7. Party-Man sagt:
    #7

    … habe noch etwas vergessen:
    Mit der Nutzung als Disko (ausserhalb der Vorlesungen) könnte auch das klamme Uni-Budget aufgebessert werden ;-)